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Allgemein
Eine der jüngsten Gliederungen des Stockacher Narrengerichts
stellt gleichzeitig eine der ältesteten Fasnachtsfiguren der Stockacher Fasnet dar.
1956 entstand durch August Rettich die Idee zur Schaffung eines Laufnarren-Gewandes.
Diese Idee fand die Billigung des Narrengerichts.
Es sollte "als Kopfbedeckung eine Maske gefunden werden, die im Ausdruck gutmütig,
sympathisch und pfiffig wirkt." Ein Strohseil sollte unter allen Umständen Verwendung finden,
denn die Hauptaufgabe des Laufnarren war früher den wiederspenstigen Narren einzufangen,
mit dem Strohseil zu fesseln und dann dem Narrenrichter zur Aburteilung vorzuführen.
Gruppenbild

Geschichte
Beim Aufwärmkaffee des Jahres 1961 konnten dann erstmals zwei Kostüme zur Auswahl vorgestellt
werden. Ein Entwurf von August Rettich sowie ein Entwurf von Frau Emmi Merz.
Beide Entwürfe zeigten, dass es gar nicht so einfach war, eine uralte Narrenfigur
in ein Häs zu stecken, das dieser Figur auch gerecht wird.
Doch auch diese Entwürfe fanden nicht die Billigung des Narrengerichts, weil sie nach allgemeiner
Auffassung noch nicht das Wesentliche einer Fasnachtsfigur im allgemeinen und des Laufnarren
im Besonderen trafen. Deshalb wurde eine Kommission gebildet mit dem Ziel der Schaffung eines
Laufnarrenkostüms. Emmi Merz, Helmut Jährling, Walter Schneider und Walter Hepp als
Laufnarrenvater gehörten dieser Gruppe an.
Im November 1962 war es dann soweit, dass dem Beirat des Vereins Hans-Kuony neugeschaffene
Laufnarr vorgestellt wreden konnte. Die Versammlung war der Ansicht dass die Figur wohlgelungen
sei. Die Holzmaske, die eigentlich gar nicht zur seealemannischen Fasnachtsfigur paßt, wurde
gewählt, um das schlitzohrige, aber dennoch gutmütige Element des Laufnarren hervorzuheben.
Am Sonntag dem 17. Februar 1963 wurde dieses Ereignis dann in einem glänzenden Umzug unter dem
Motto: "Mached Euch uff d'Stocke, d'Laufnarre treffed sich in Stocke!"gefeiert.
Viele auch aus der benachbarten Schweiz waren gekommen, um den prächtigen Umzug bestehend aus
40 Wagen- und Fußgruppen zu bestaunen und dem neuen Laufnarren gebührende Referenz zu erweisen.